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Gedenkstätte ehemaliges SS-Sonderlager

KZ Hinzert

 

Wettbewerb: 2003, Realisierungswettbewerb, 3. Preis
Bauherr: Bundesland Rheinland-Pfalz

 

Das Gebäude ist bewusst so platziert, dass es weder die Flächen ehemaliger SS-Mannschaftsgebäude noch die Flächen ehemaliger Häftlingslager-gebäude berührt. Seine Materialität nimmt die Beziehung zum ehemaligen KZ ganz gezielt auf. Es ist eingeschossig als freie Struktur konzipiert. Zwischen den scheibenartigen Holzstrukturen, die die Räume begrenzen, wird parallel zur Straße nach Hinzert nahezu von jeder Position des Gebäudeinneren heraus die Landschaft sichtbar und spürbar, sie fließt durch das Gebäude hindurch. Die Beziehung zwischen Landschaft und Gedenkstätte charakterisiert alle Innenräume des Gebäudes. Zwischen den Raumscheiben bewegt sich der Besucher permanent in der Landschaft. Das Gebäude verweist auf die verstreut liegenden Orte des Schreckens in der Weite der Landschaft. Die bewusste Hinwendung zum Landschaftsraum und zur unmittelbaren Umgebung bietet die Möglichkeit zur Versöhnung mit dem Ort, die die Gedenkstätte in ihrer heutigen kaschierenden Form nicht bieten kann. Die skizzenhafte Erscheinung des Dokumentationshauses vermittelt ein Gefühl für weiterreichende Möglichkeiten geistiger Auseinandersetzung mit Terror und Unterdrückung.

 

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